Ein gutes neues Jahr wünsche ich Dir von Herzen!

Ich wünsche Dir die Sprungkraft der obigen Zebras! Ihrer Lebensfreude kann die zerfallende Umgebung nichts anhaben. Schnappschuss aus einem der ältesten Quartiere Tiflis‘. Prost!

Unsere Wohnung ist ja auch nicht gerade neu renoviert, aber im Grossen Ganzen hält sie. Eigentlich ist sie wunderbar irritierend, wenn zum Beispiel die Türfalle plötzlich mit der Hand verbunden ist anstatt mit der Tür. Diese Wohnung haben wir vom Teelöffel über die Muschelsammlung bis zum Bett von A-Z zur Miete übernommen. Das ist hier keine Seltenheit. Die vielen Leute, die vom Land in die Stadt ziehen sind froh, wenn sie nicht erst noch einen ganzen Haushalt anschaffen müssen – und unsere Vermieterin, die mit ihrem Kind jetzt bei den Eltern lebt, war sicher froh, dass sie nur wenig einlagern oder entsorgen musste.
Unten, das erste Bild ist unser Hauseingang. Dahinter hat sich in den letzten Monaten ein langwieriger Prozess abgespielt, der langsam seinem Ende zu geht. Die Stadt hatte sich letzten Sommer plötzlich entschlossen einiges zu sanieren – vermutlich weil die Wahlen anstanden. Das mit den Häusern und Wohnungen ist hier für mich ein seltsames Phänomen. Da zu Sowjetzeiten niemand privat (Mehrfamilien)häuser bauen durfte, gehören alle Häuser aus dieser Zeit dem Staat, obwohl darin meist Eigentumswohnungen sind. So ist denn der Staat verantwortlich für die Renovation der Gemeinschaftsflächen und Fassaden.
Die Renovation kam bei uns nur langsam voran, weil dieselbe kleine Arbeiterequipe in allen fünf Treppenhäusern alle Arbeitsabläufe machen musste. Nichts von Spezialisierung, hier ist jeder ein Allrounder! Das ist den Fotos glaub gut abzulesen, ich habe oft gestaunt 🙂
Es lebe die Baustelle.
Und so sieht die Chose von aussen aus. Ein massives Haus aus den 40/50er Jahren. Es besteht die Vermutung, dass beim Bau deutsche Kriegsgefangene involviert waren. Deckenhöhe: 3 m.

