Höhenwanderung

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Gestern hatte ich akut das Bedürfnis aus Strassen, Beton und Autolärm rauszukommen. Mal wieder zwischen Bäumen spazieren, einigermassen frische Luft im Gesicht zu spüren und Musse zum Verweilen zu haben.

Das Wetter passte gut, es war ein sonnig warmer Tag. Eigentlich müsste es auch hier Winter sein, aber der will nicht. Schauen wir was der März bringt.
Also, vom Schildkrötensee, der östlich der Stadt liegt, bin ich dem Hügel entlang spaziert bis zum Zentrum der Altstadt, das im Westen liegt. Das hatte ich nicht von Anfang an vor, denn ich wusste gar nicht welche Möglichkeiten der begonnene Weg in sich birgt. Im entscheidenden Moment, hoch über dem See, wählten einige WandererInnen an der Kreuzung diese Richtung. Ich entschied, ihnen mit einigem Abstand zu folgen.

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Mir gefällt, wie in Tiflis rauhe Natur und Grossstadt, es sind immerhin 1,5 Mio Einw., nah beieinander sind. Auf den Hügeln rund um Tiflis sucht man jedoch vergeblich nach Wäldern mit grossen alten Bäumen. Von 1990 bis 2002, in denen Wirtschaftskrise, Bürger- und Unabhängigkeitskriege herrschten, haben die GeorgierInnen das Holz einerseits für sich selber zum Kochen und Wärmen gebraucht, andererseits wurde im grossen Stil illegal viel abgeholzt und schwarz in die Türkei verkauft. So sind denn Jungwäldchen das höchste der Gefühle.

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Wundersam zarte Frühlingsblümlein hab ich zwischen den schmächtigen Bäumen entdeckt

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Und plötzlich sah ich das Riesenrad von hinten, das über der Altstadt thront. Der grössere Bruder ist der Fernsehturm

Bild kommt

Fährt man vom Heiligen Berg (Mtazminda) mit der Schweizer! Zahnradbahn runter, kann man auf halbem Weg die Kirche David Gareschi besuchen. Deren Friedhof ist eine Art Pantheon. Viele wichtige georgische Poeten, Schriftsteller, Staatsfrauen und -männer wurden dort begraben.

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Hier noch einige Impressionen des Quartiers Mtazminda. Es repräsentiert für mich, neben dem Quartier der historischen Schwefelbäder, das Herz Tbilisis. Wackelig und alt, aber all paar Meter ist etwas Schönes oder Kurrliges zu entdecken, kann ich verweilen und staunen

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